Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: Oktober 2026

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen NoraMedia, Inhaber Mikail Aykul, Leipziger Straße 33a, 36037 Fulda (nachfolgend „Anbieter“) und den Nutzern des Website-Baukastens NoraPix (nachfolgend „Kunde“).

(2) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

(3) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich zu.

§ 2 Leistungen

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden einen cloudbasierten Website-Baukasten zur Verfügung, mit dem der Kunde Websites, Onlineshops, Buchungs- und Kursangebote, digitale Visitenkarten und weitere Funktionen erstellen, bearbeiten und veröffentlichen kann. Die Software wird über das Internet bereitgestellt (Software as a Service). Eine Überlassung der Software zur Installation auf eigenen Systemen erfolgt nicht.

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der Beschreibung des vom Kunden gewählten Pakets zum Zeitpunkt der Buchung auf der Preisseite.

(3) Jeder Website wird eine Subdomain unter der Domain des Anbieters bereitgestellt. Eine eigene Domain kann, je nach Paket, mit der Website verbunden werden (siehe § 9).

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Leistungen weiterzuentwickeln und zu ändern, soweit der vertraglich vereinbarte Kern der Leistung erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.

§ 3 Registrierung und Vertragsschluss

(1) Die Nutzung setzt ein Kundenkonto voraus. Der Kunde muss bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben machen und diese aktuell halten. Pro Kunde ist ein Konto vorgesehen. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.

(2) Die Darstellung der Pakete auf der Website ist kein verbindliches Angebot. Der Kunde gibt durch Abschluss des Bestellvorgangs ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot annimmt. Das geschieht durch Freischaltung des gebuchten Pakets oder durch eine Bestätigung in Textform.

(3) Der Anbieter stellt den Vertragstext nicht gesondert zur Verfügung. Der Kunde kann diese AGB jederzeit auf der Website abrufen und speichern. Die Vertragssprache ist Deutsch.

(4) Vor Abgabe der Bestellung kann der Kunde seine Eingaben im Bestellvorgang prüfen und korrigieren.

§ 4 Kostenloses Paket und kostenlose Testphase

(1) Der Anbieter bietet ein kostenloses Paket sowie für die meisten kostenpflichtigen Pakete eine kostenlose Testphase von sieben Tagen an. Während der Testphase kann der Kunde den Funktionsumfang des gewählten Pakets ohne Zahlung nutzen.

(2) Die Testphase endet automatisch nach Ablauf der sieben Tage, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt dadurch nicht zustande. Ohne Buchung eines kostenpflichtigen Pakets wird die Website nach Ende der Testphase pausiert. Die Inhalte bleiben zunächst erhalten (siehe § 8 Abs. 4).

(3) Der Anbieter kann das kostenlose Paket und die Testphase jederzeit für neue Kunden ändern oder einstellen. Ein Anspruch auf eine Testphase besteht nicht.

§ 5 Preise, Zahlung und Fälligkeit

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

(2) Die Zahlung erfolgt über die im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsdienstleister, derzeit Stripe und PayPal. Es gelten zusätzlich deren Nutzungsbedingungen. Der Betrag wird in der im Bestellvorgang angezeigten Währung abgebucht.

(3) Das Entgelt für den ersten Abrechnungszeitraum wird mit Vertragsschluss fällig. Bei einem Abonnement wird das Entgelt für jeden weiteren Abrechnungszeitraum jeweils zu Beginn des Zeitraums fällig.

(4) Gutscheincodes gelten, sofern nichts anderes angegeben ist, nur für den ersten Abrechnungszeitraum. Ab dem zweiten Zeitraum gilt der reguläre Preis des Pakets. Gutscheine sind nicht übertragbar und nicht mit anderen Aktionen kombinierbar, soweit das nicht ausdrücklich angegeben ist.

(5) Kann das Entgelt nicht eingezogen werden, weil die Zahlungsmethode nicht gedeckt, abgelaufen oder zurückgewiesen wurde, und beruht dies auf Umständen, die der Kunde zu vertreten hat, ist der Anbieter berechtigt, den Einzug erneut zu versuchen und den Kunden zur Aktualisierung seiner Zahlungsdaten aufzufordern. Bleibt die Zahlung auch nach angemessener Fristsetzung aus, darf der Anbieter den Zugang zum kostenpflichtigen Funktionsumfang sperren. Die gesetzlichen Rechte des Anbieters bei Zahlungsverzug bleiben unberührt.

§ 6 Laufzeit und automatische Verlängerung

(1) Kostenpflichtige Pakete werden für den bei der Buchung gewählten Abrechnungszeitraum (zum Beispiel einen Monat) abgeschlossen. Sofern der Kunde bei der Buchung die Zahlung per Abonnement über Stripe oder PayPal wählt, verlängert sich der Vertrag nach Ablauf des Zeitraums automatisch um jeweils denselben Zeitraum, solange er nicht gekündigt wird. Auf die automatische Verlängerung und den Preis wird der Kunde vor Abgabe der Bestellung ausdrücklich hingewiesen.

(2) Der Kunde kann das Abonnement jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Eine Kündigungsfrist besteht nicht. Die Kündigung ist über die auf der Website jederzeit erreichbare Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ (ohne Anmeldung), über die Funktion „Abo“ im Kundenkonto, per E-Mail an info@norapix.de oder in sonstiger Textform möglich. Den Eingang einer über die Schaltfläche abgegebenen Kündigung bestätigen wir unverzüglich per E-Mail mit Datum, Uhrzeit und Beendigungszeitpunkt. Nach der Kündigung bleibt das Paket bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums nutzbar. Weitere Abbuchungen erfolgen nicht.

(3) Bereits bezahlte Entgelte für den laufenden Abrechnungszeitraum werden bei einer Kündigung durch den Kunden nicht anteilig erstattet, sofern nicht ein gesetzliches Widerrufsrecht oder ein sonstiger gesetzlicher Anspruch besteht.

(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde wesentlich gegen diese AGB verstößt, insbesondere gegen § 7.

§ 7 Pflichten des Kunden und Inhalte

(1) Der Kunde ist für alle Inhalte, die er mit dem Baukasten erstellt, speichert oder veröffentlicht, allein verantwortlich. Dazu gehören Texte, Bilder, Produkte, Preise, Buchungs- und Kursangebote.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass seine Inhalte nicht gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßen, insbesondere gegen Urheber-, Marken-, Wettbewerbs-, Persönlichkeits- und Datenschutzrecht. Unzulässig sind insbesondere rechtswidrige, volksverhetzende, jugendgefährdende, gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte, Phishing, Malware, Spam sowie der Verkauf illegaler Waren und Dienstleistungen.

(3) Der Kunde ist als Betreiber seiner Website selbst für die Einhaltung gesetzlicher Pflichten verantwortlich, insbesondere für ein vollständiges Impressum, eine Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrungen, Preisangaben und die Einhaltung von Informationspflichten gegenüber seinen Besuchern und Kunden. Der Anbieter bietet hierzu keine Rechtsberatung. Vorlagen und Beispieltexte im Baukasten ersetzen keine individuelle rechtliche Prüfung.

(4) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidrigen Inhalten des Kunden oder einer sonstigen vertragswidrigen Nutzung beruhen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Das gilt nicht, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, Inhalte zu sperren oder zu entfernen und den Zugang vorübergehend zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen Absatz 2 bestehen oder eine Behörde oder ein Gericht dies verlangt. Der Kunde wird, soweit möglich und zumutbar, vorab informiert und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme.

§ 8 Verfügbarkeit, Datensicherung und Vertragsende

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Baukastens und der veröffentlichten Websites. Zeitweilige Einschränkungen, etwa durch Wartungsarbeiten, Störungen bei Dritten (zum Beispiel Hosting-, Zahlungs- oder Domain-Dienstleister) oder höhere Gewalt, sind möglich. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert, soweit sie nicht ausdrücklich vereinbart ist.

(2) Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, von seinen Inhalten in regelmäßigen Abständen eigene Sicherungskopien anzufertigen.

(3) Mit Ende des Vertrags kann der Kunde die kostenpflichtigen Funktionen nicht mehr nutzen. Seine Website wird pausiert.

(4) Der Anbieter bewahrt die Inhalte des Kunden nach Vertragsende für einen angemessenen Zeitraum auf, damit der Kunde sein Paket reaktivieren oder seine Inhalte sichern kann. Danach ist der Anbieter berechtigt, die Inhalte zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 9 Domains

(1) Der Anbieter vermittelt auf Wunsch des Kunden die Registrierung von Domains über Dritte (Registrierungsstellen und Registrare). Der Domainvertrag über die Registrierung kommt, je nach Ausgestaltung im Bestellvorgang, mit dem Anbieter oder unmittelbar mit dem Registrar zustande. Es gelten ergänzend die Bedingungen der jeweiligen Registrierungsstelle.

(2) Der Anbieter hat auf die Vergabe von Domains keinen Einfluss und übernimmt keine Gewähr dafür, dass eine gewünschte Domain frei ist oder frei von Rechten Dritter bleibt. Angezeigte Verfügbarkeiten sind eine Momentaufnahme und können sich bis zum Abschluss der Registrierung ändern. Der Kunde prüft selbst, ob die gewählte Domain Rechte Dritter, zum Beispiel Marken- oder Namensrechte, verletzt.

(3) Die Domain wird für die gebuchte Laufzeit registriert. Eine Verlängerung erfolgt nur auf Veranlassung des Kunden und gegen Zahlung des dann gültigen Preises. Verlängert der Kunde nicht rechtzeitig, kann die Domain verfallen und von Dritten registriert werden.

(4) Der Kunde hat die erforderlichen Registrierungsdaten korrekt anzugeben und aktuell zu halten. Er willigt ein, dass diese Daten an Registrar und Registry weitergegeben werden.

(5) Für das Verbinden einer bereits vorhandenen Domain ist der Kunde verantwortlich, insbesondere für die korrekte Einrichtung der DNS-Einstellungen bei seinem Domain-Anbieter.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden nach Maßgabe der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Kunde mit dem Baukasten personenbezogene Daten Dritter (zum Beispiel Besucher, Kunden, Teilnehmer) verarbeitet, ist er Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Auf Verlangen schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO ab.

§ 11 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistig verschwiegenen Mängeln, bei Übernahme einer Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nach den vorstehenden Absätzen nur, wenn der Kunde seine Daten selbst regelmäßig gesichert hat und der Schaden bei ordnungsgemäßer Sicherung nicht eingetreten wäre.

(5) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 12 Änderungen der AGB und der Preise

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aus triftigem Grund erforderlich ist, zum Beispiel wegen einer Gesetzesänderung oder einer Änderung der Leistungen. Der Anbieter informiert den Kunden darüber mindestens sechs Wochen vor dem Wirksamwerden in Textform. Die Änderung wird nur wirksam, wenn der Kunde ihr zustimmt. Stimmt der Kunde nicht zu, bleibt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen bestehen. Der Anbieter ist dann berechtigt, den Vertrag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums ordentlich zu kündigen.

(2) Für Preisänderungen bei laufenden Abonnements gilt Absatz 1 entsprechend. Eine Preiserhöhung wird nur mit Zustimmung des Kunden wirksam.

§ 13 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.